Ancien couvent d'Orezza, Franziskanische Klosterruinen in Piedicroce, Frankreich.
Das Ancien couvent d'Orezza ist ein Franziskanerkloster in Ruinen in der Nähe von Piedicroce auf etwa 680 Metern Höhe. Das Gebäude besteht aus länglichen Bauten aus Schiefer und Bruchstein, die um einen geschlossenen Innenhof angelegt sind, mit einer Kirche mit sechs Kapellen aus dem 17. Jahrhundert.
Das Kloster wurde 1485 von Observanten gegründet und später von Franziskanern übernommen, die im 17. Jahrhundert die Kirche mit ihren Kapellen erbauten. Der Komplex wurde 1943 von deutschen Kräften bombardiert, die ihn als italienisches Lager angegriffen hatten, was zu seinem heutigen ruinösen Zustand führte.
Das Kloster war im 18. Jahrhundert ein Ort theologischer Debatten, an dem Gelehrte sich zu Fragen der korsischen Unabhängigkeit versammelten. Besucher können heute noch die Grundmauern erkennen, die zeigen, wie dieses Gebäude als Treffpunkt für wichtige Diskussionen diente.
Das Gelände ist von der Straße D71 zwischen Piedicroce und Campana erreichbar und liegt in einer Höhenlage, die Besucher mit mäßiger körperlicher Vorbereitung berücksichtigen sollten. Die Ruinen sind teilweise baufällig, daher ist Vorsicht beim Erkunden der Überreste erforderlich.
Das Kloster diente während des Zweiten Weltkriegs als italienisches Lager für Lebensmittel und Munition, was die Zerstörung durch deutsche Bombardierungen beschleunigte. Diese unerwartete militärische Rolle erklärt, warum dieses religiöse Gebäude im Krieg so schwer beschädigt wurde.
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