Conservatoire National des Plantes à Parfum, Médicinales, Aromatiques et Industrielles, Botanischer Lehrgarten in Milly-la-Forêt, Frankreich.
Das Conservatoire National des Plantes à Parfum, Médicinales, Aromatiques et Industrielles umfasst 4 Hektar an der Route de Nemours in Milly-la-Forêt. Die als Jardin remarquable ausgezeichnete Grande Collection ordnet die Pflanzen nach geografischer Herkunft oder nach Nutzung: Heil-, Färbe-, Aroma- und Textilpflanzen. Zum Gelände gehören zudem ein Garten für seltene und bedrohte Pflanzen, ein Arboretum, eine natürliche Dauerwiese, zwei kleine Teiche, zwei Gewächshäuser mit 950 m² und 290 m² sowie der Darre von La Madeleine im Museumsbereich.
Der Anbau von Heilpflanzen in Milly-la-Forêt reicht bis ins späte Mittelalter zurück; in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erwähnen offizielle Akten Kulturen von Eibisch und Malve. 1987 gründeten Fachleute der PAM-Branche das Conservatoire, um die Sammlungen und Erhaltungsaufgaben zu übernehmen, die nach dem Umzug des ITEIPMAI-Instituts nach Chemillé frei wurden. 1994 nahm es Duftpflanzen in Namen und Auftrag auf, 2002 öffnete es für das Publikum.
Der Anbau von Heilpflanzen in Milly-la-Forêt reicht vermutlich bis ins späte Mittelalter zurück; bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nennen offizielle Akten Kulturen von Eibisch und Malve. Im 20. Jahrhundert war der Ort für seine Pfefferminze bekannt, und das 1887 gegründete Familienunternehmen Darbonne-Darégal produziert noch heute tiefgefrorene Küchenkräuter. Der 1890 erbaute Trockenschuppen La Madeleine ist erhalten und beherbergt den sinnlichen Museumsbereich.
Die Anlage ist auf Fußwegen leicht zu durchqueren, mit klaren Beschriftungen an den Pflanzenbeeten. Es gibt schattige Bereiche unter Bäumen und überdachte Wege, die an heißen oder regnerischen Tagen hilfreich sind.
Die Madeleine-Trocknungsanlage, 1890 erbaut und damals als größte der Region bezeichnet, ist auf dem Gelände im musealen Bereich mit seinem sensorischen Audioguide-Rundgang erhalten. Das Konservatorium bewahrt rund 2.000 Arten und Sorten; Samen und Pflanzen werden seit 2002 ökologisch erzeugt.
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