Dolmen de la Siureda, Neolithisches Dolmen bei Maureillas-las-Illas, Frankreich.
Der Dolmen de la Siureda ist ein altes Grabdenkmal aus drei senkrecht stehenden Gneisplatten, die von einer Deckplatte von 2,35 m Länge und 1,35 m Breite bedeckt werden und eine Kammer von 1,60 m auf 1,70 m bilden. Die Anlage liegt auf einer Verebnung eines Bergrückens der Pyrenäen auf 440 m Höhe.
Der Dolmen wurde in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. als Kollektivgrab errichtet und in der späten Bronzezeit, etwa 1100–700 v. Chr., sowie in historischer Zeit als Unterstand oder Grabstätte wiederverwendet; zu unbekanntem Zeitpunkt wurde er geleert oder geplündert. 1985 in einem Korkeichenwald wiederentdeckt, wurde er von Juni 1986 bis 1988 von der Groupe de Préhistoire du Vallespir et des Aspres unter Françoise Claustre ausgegraben und am 6. Oktober 1986 in L'Indépendant erstmals als „dolmen de Maureillas“ gemeldet.
Der Name bezieht sich auf die lokale Umgebung, während Besucher die Reste einer uralten Grabstätte sehen, die einmal als Familiengruft diente. Die einfache Steinform zeigt, wie Menschen hier ihre Toten begruben und dabei persönliche Gegenstände hinterließen.
Das Denkmal ist über einen gut markierten Fußweg mit gelben Zeichen erreichbar, der von der nahe gelegenen Ortschaft startet. Die Wege sind zu Fuß machbar, aber festes Schuhwerk wird empfohlen, da das Gelände bergig ist.
Die bewegliche Verschlussplatte, 1,35 m lang, 0,85 m breit und 0,25 m dick, wurde an Ort und Stelle gefunden, was sehr selten ist. Dieses Tür-Fenster-System, Pyrenäenkammer genannt, erlaubte das Öffnen der Kammer für weitere Bestattungen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.015 Mitwirkenden weltweit.