Dormillouse, Bergweide und alpine Hütte in Freissinières, Frankreich
Dormillouse ist ein Weiler der Gemeinde Freissinières in den Hautes-Alpes, auf durchschnittlich 1.727 m Höhe auf der glazialen Schwelle zwischen dem oberen Biaysse-Tal und dem unteren Freissinières-Tal. Die Häuser stehen auf unebenem Weidegrund; das Hauptgebäude hat helle Steinmauern, hölzerne Obergeschosse, einen vorspringenden Holzballkon unter einem steilen, dunklen Satteldach und einen niedrigeren Steinflügel links.
Dormillouse erscheint 1401 als „Dormillosa“ und 1488 als „Durmelho“. Seit dem Mittelalter bot der Weiler Waldensern, Anhängern von Pierre Valdo, Zuflucht, die 1365, 1393 und 1488 verfolgt wurden; im April 1488 schickte der Erzbischof von Embrun, Jean Bayle, über sechshundert Männer ins Tal. Um 1660 tötete der Einwohner Claude Baridon den Herrn von Saint-Disdier wegen der Alpweiden von Val-Haute.
Die traditionelle Architektur zeigt Schieferdächer und hölzerne Balkone, die an Scheunen angebaut sind und die Bauweisen der Hochalpen widerspiegeln. Diese Baustile prägen bis heute das Dorfbild und zeigen, wie die Menschen sich an das raue Bergklima angepasst haben.
Der Ort ist nur zu Fuß erreichbar und erfordert einen etwa 40-minütigen Aufstieg vom Parkplatz Cascades mit rund 300 Metern Höhenunterschied. Der Wanderweg ist das ganze Jahr über begehbar, erfordert aber gutes Schuhwerk und etwas Ausdauer.
Die Zahl der ständig ansässigen Bewohner ist von 62 im Jahr 1901 auf nur noch 1 bis 2 Personen gesunken, während ein funktionierendes Bergrefugium im früheren Schulgebäude betrieben wird. Dieses Refugium bietet heute Wanderern einen Ruhepunkt in dieser abgelegenen Hochgebirgssiedlung.
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