Enclave of the popes, Historisches Territorium in Vaucluse, Frankreich
Die Enklave der Päpste besteht aus vier Gemeinden – Valréas, Visan, Grillon und Richerenches – die zusammen ein historisches Gebiet im Département Vaucluse bilden. Das Territorium ist vollständig von französischem Land umgeben und zeigt an vielen Ecken die Spuren einer besonderen verwaltungstechnischen Vergangenheit.
Im Jahr 1317 erwarb Papst Johannes XXII das Valréas-Anwesen, nachdem er sich von einer Krankheit erholt hatte, was er der heilenden Kraft der lokalen Weine zuschrieb. Diese Erwerbung markierte den Beginn eines eigenständigen päpstlichen Territoriums, das über Jahrhunderte bestand.
Die vier Gemeinden bewahren mittelalterliche Architektur mit Befestigungsmauern, Glockentürmen und Kapellen, die das religiöse Leben unter päpstlicher Herrschaft widerspiegeln. Besucher sehen noch heute, wie diese Bauwerke den Alltag prägen und an die Bedeutung dieser Territorien erinnern.
Besucher können markierte Wege entlang der historischen Grenzen folgen und dabei alte Steinmarker sehen, die die Grenzen anzeigen. Eine Rundwanderung durch das Gebiet dauert etwa zwei bis drei Stunden und führt durch alle vier Gemeinden.
Das Gebiet schafft eine ungewöhnliche geografische Anordnung, bei der ein Teil des Vaucluse-Departements vollständig von einem anderen französischen Departement umgeben ist. Diese besondere verwaltungstechnische Situation ist das Ergebnis einer Papsturkunde, die vor über 700 Jahren unterzeichnet wurde.
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