Fort de Charenton, Militärfestung in Maisons-Alfort, Frankreich
Das Fort de Charenton ist eine militärische Befestigungsanlage in Maisons-Alfort, südöstlich von Paris, die nach den Prinzipien der polygonalen Verteidigung des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Es besteht aus Kasernen, Wällen und Graben, die zusammen ein weitgehend erhaltenes Ensemble bilden.
Das Fort wurde zwischen 1841 und 1845 als Teil eines Rings von sechzehn Befestigungsanlagen gebaut, die Paris nach den Feldzügen der Napoleonischen Zeit schützen sollten. Dieser Verteidigungsring wurde nach dem Ingenieur Adolphe Thiers benannt, der das Projekt leitete.
Das Fort wird heute von der Gendarmerie nationale und der Republikanischen Garde genutzt, die dort ausgebildet werden und ihren Dienst versehen. Wer das Gelände besuchen darf, sieht einen Ort, an dem militärische Traditionen im Alltag lebendig geblieben sind.
Das Gelände ist für die Öffentlichkeit in der Regel nicht zugänglich, da es aktiv vom Militär genutzt wird. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch sind die Journées du Patrimoine im September, wenn das Fort seine Tore für Besucher öffnet.
Im August 1944 pflanzte die deutsche Armee Sprengladungen im Fort, doch der Spezialist Henri-Marcel François entschärfte sie, bevor sie gezündet werden konnten. Dank dieser Tat blieb eine der letzten erhaltenen Befestigungsanlagen des Pariser Rings erhalten.
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