Fort Barraux, Bastionsfestung in Barraux, Frankreich
Das Fort Barraux ist eine 1597 in der Gemeinde Barraux im Département Isère begonnene Bastionsfestung, entworfen vom piemontesischen Architekten Ercole Negro. Seine grauen, mit vorspringenden Bastionen versehenen Mauern steigen aus grasbewachsenen Hängen auf und umschließen hellwandige Gebäude mit steilen rotbraunen Dächern, darunter als größtes ein langgestreckter Block mit mehreren Giebeln. Ein breiter grüner Graben trennt die innere von der äußeren Wallanlage.
Der Bau von Fort Barraux, damals Fort Saint-Barthélemy, begann am 24. August 1597 für Herzog Karl Emanuel I. von Savoyen, nach seiner Niederlage bei Pontcharra 1591. Die Truppen Lesdiguières' nahmen es am 15. März 1598 durch eine List ein. Der piemontesische Architekt Ercole Negro entwarf es; Raymond Bonnefonds und Jean de Beins änderten es 1608, Vauban baute es von 1692 bis 1698 um.
Das Fort zeigt die Entwicklung von Befestigungen im 17. Jahrhundert, als neue Bautechniken aus Italien hier ankamen und die Verteidigungsweise grundlegend veränderten. Die Anlage spiegelt den Wandel wider, wie Menschen Festungen damals konstruierten und nutzten.
Von Mai bis September werden regelmäßig Führungen durch das Fort angeboten. Die von der Gemeinde Barraux unterhaltene Anlage kann zudem für private Anlässe wie Hochzeiten oder Galas und für öffentliche wie Konzerte gemietet werden. Ein 48 Meter tiefer Brunnen innerhalb der Mauern speist sich aus den Quellen des Dorfes.
1693 entstand ein Reliefmodell des Fort Barraux im Maßstab 1:600; es umfasst 18 m² und wird im Musée des Plans-Reliefs im Hôtel des Invalides in Paris aufbewahrt. Innerhalb der Mauern fördert ein 48 Meter tiefer Brunnen Wasser aus Quellen des Dorfes.
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