Fort d'Hauteville, Militärfestung in Hauteville-lès-Dijon, Frankreich.
Das Fort d'Hauteville ist eine Militärfestung mit massiven Mauern, tiefen Gräben und einer polygonalen Grundform, die mit Kasematten und Geschützstellungen ausgestattet ist. Die Struktur zeigt typische Merkmale der französischen Festungsarchitektur des späten 19. Jahrhunderts.
Die Festung wurde zwischen 1877 und 1880 als Teil des Séré-de-Rivières-Systems erbaut, um die französischen Verteidigungsanlagen nach dem Deutsch-Französischen Krieg zu verstärken. Sie entstand in einer Zeit, als Frankreich seine östlichen Grenzen mit modernen Befestigungen sichern wollte.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Festung als Gefängnis, wo deutsche Gefangene eine Kasematte in eine Kapelle mit Wandmalereien verwandelten.
Das Gelände ist seit 2006 als historisches Monument registriert und ist schwer zugänglich, da es sich auf einem erhöhten Gelände über Dijon befindet. Besuche sind meist an Tagen des Kulturerbes möglich, wenn geführte Touren angeboten werden.
Im Inneren der Kasematten findet sich eine kleine Kapelle mit Wandmalereien, die von deutschen Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkriegs geschaffen wurden. Dieses versteckte religiöse Kunstwerk zeigt eine rührende Geschichte persönlicher Spiritualität in schwierigen Zeiten.
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