Höhle von Cussac, Paläolithische Höhle mit Gravuren in Le Buisson-de-Cadouin, Frankreich.
Die Grotte de Cussac ist eine Höhle mit etwa 1,6 Kilometern Ganglänge, deren Lehmwände mehr als 150 eingravierte Tiere zeigen, darunter Mammute, Pferde, Bisons, Nashörner und Vögel. Die Kunstwerke erstrecken sich über die gesamte Höhle und dokumentieren die Jagdtiere dieser Zeit.
Ein Höhlenforscher namens Marc Delluc entdeckte die Grotte am 30. September 2000 und die französischen Behörden schützten sie sofort als Kulturdenkmal. Die Kunstwerke selbst entstanden vor etwa 25.000 Jahren in der Gravettien-Zeit.
Die Höhle zeigt weibliche Profilzeichnungen, die zusammen mit den Überresten von fünf Personen aus der Gravettien-Zeit gefunden wurden. Diese Kombination von Kunstwerken und Bestattungen bietet Einblick in die Lebensweise und Rituale dieser frühen Menschen.
Das Innere der Höhle ist normalerweise für Besucher nicht zugänglich, da sie noch aktiv wissenschaftlich erforscht wird. Interessierte können sich jedoch an die lokalen Behörden oder Museen wenden, um mehr über laufende Forschungsprojekte und mögliche künftige Öffnungen zu erfahren.
Diese Höhle ist eine der wenigen Stellen in Europa, wo eiszeitliche Wandkunst zusammen mit menschlichen Bestattungen erhalten blieb. Wissenschaftler nutzen heute moderne 3D-Kartografie, um jeden Zentimeter der Kunstwerke zu dokumentieren und ihre Bedeutung zu verstehen.
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