Château de Châtel-sur-Moselle, Mittelalterliche Festung in Châtel-sur-Moselle, Frankreich.
Das Château de Châtel-sur-Moselle ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage mit zahlreichen Türmen, langen Mauern und unterirdischen Gängen. Die Struktur zeigt ein sorgfältig geplantes Wehrsystem mit mehreren Ebenen, die zusammen ein großes Verteidigungswerk bildeten.
Die erste Burg entstand wohl zwischen 1072 und 1100 auf einem Kalksteinsporn, der die Mosel um rund zwölf Meter überragt, mit einem 35 Meter hohen Bergfried und einer dünnen viereckigen Mauer. 1373 brachte Alix von Vaudémont Châtel an Thiébaut VII. von Neufchâtel; 1410 bis 1420 ließ Thiébaut VIII im Norden eine Mauer mit fünf Türmen und Schießscharten errichten. Um 1444–1460 folgte eine dritte Mauer, als Eisenkugeln die Steinkugeln ersetzten.
Der Name Châtel stammt von der Burg, die nach 1072 zu den beiden Sitzen der Grafschaft Vaudémont gehörte. Die Grafen von Vaudémont verliehen der Stadt unterhalb der Burg 1317 einen Freiheitsbrief, den Élisabeth de Neufchâtel 1532 bestätigte und erweiterte. Die Familie von Neufchâtel, die 1373 nach Châtel kam, pflegte enge Beziehungen zur burgundischen Kultur, die das Leben auf der Burg im 15. Jahrhundert prägte.
Die Festung erstreckt sich über fünf Hektar mit 1,4 km Mauerwerk und 22 Türmen; für den Rundgang sollte man Zeit einplanen. Drei Ebenen unterirdischer Gänge und Säle gehören zur Besichtigung; der Boden ist uneben, festes Schuhwerk ist ratsam.
Der nördliche Bereich verfügt über einen bemerkenswert breiten Schutzgraben mit doppeltem Artilleriewallsystem. Diese Konstruktion zeigt, wie Ingenieure der Zeit versuchten, ihre Befestigungen gegen die neuen Waffen zu schützen.
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