Forêt de Saoû, Geschütztes Waldgebiet in Drôme, Frankreich
Die Forêt de Saoû ist ein geschützter Waldbereich in der Drôme mit Kalksteinfelsen und Berglandschaften. Das Gebiet hat mehrere Höhenlagen und bietet verschiedene Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Zwischen 1050 und 750 v. Chr. lagerten Jäger am Pass von Baume-Hannibal bei den Trois Becs. Von 1400 bis 1500 ließen sich Bauern nieder, um das Holz zu nutzen, bis zur Übernutzung; später diente der Wald Protestanten, Aufständischen und Maquisards als Zuflucht. 1852 ließ Adolphe Crémieux das rosafarbene Schloss VillaTibur errichten, das 1971 niedergebrannt und abgerissen wurde. 1924 kaufte Maurice Burrus, Abgeordneter des Haut-Rhin, den gesamten Wald, ließ ihn aufforsten, legte einen 27 km langen Rundweg an und baute die 1930 eröffnete Auberge des Dauphins.
Der Name Saou wird „su“ ausgesprochen. Der Wald wird nur von einer Straße durchquert, der RD 70 von Aouste-sur-Sye, die ab dem Pertuis-Pass als RD 136 bis zum Dorf Saou weiterführt. Der Bach Vèbre, ein Nebenfluss des Roubion, entspringt am Fuß der Trois Becs und durchfließt die Synklinale.
Es gibt mehrere markierte Wege zum Wandern und für andere Aktivitäten wie Radfahren oder Reiten, während Fahrzeuge auf den Pfaden nicht erlaubt sind. Besucher sollten sich auf wechselnde Höhenlagen vorbereiten und gutes Schuhwerk tragen.
Das Gebiet beherbergt über hundert verschiedene Vogelarten, die hier nisten, sowie Säugetiere wie Gämsen, Füchse und Murmeltiere. Diese Artenvielfalt macht den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum für alpine Tierwelt.
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