Gisement préhistorique de Rochereil, Prähistorische Ausgrabungsstätte in Grand-Brassac, Frankreich
Das Gisement de Rochereil ist ein Felsendach entlang der Dronne mit mehreren Grabungsschichten, die menschliche Besiedlung aus dem Jungpaläolithikum zeigen. Die Schichten überlagern sich zeitlich und dokumentieren unterschiedliche Phasen menschlicher Präsenz an diesem Ort.
Das Gelände wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von M. Féaux und dem Marquis de Fayolle erforscht, dann zwischen 1935 und 1939 von Dr. Paul-Émile Jude intensiv ausgegraben. 1952 erhielt der Ort den Status eines geschützten Kulturdenkmals.
Die Höhle lieferte wahrscheinliche Bestattungen aus zwei Perioden: ein Kind aus dem Magdalénien sowie einen Erwachsenen und Jugendliche aus dem Azilien. Die Zuweisung dieser Reste ist als unbestätigt vermerkt, weshalb die Grabfunde in der Forschung zurückhaltend bewertet werden.
Der Abri öffnet sich in einer Felswand am Ufer der Dronne, beim Mühle von Rochereuil, nordwestlich von Grand-Brassac im Département Dordogne. Er ist als Monument historique eingestuft und liegt auf Privatgelände; ein Besuch muss daher vorab mit den Eigentümern oder dem Forschungsteam unter Patrick Paillet abgesprochen werden. Der Boden besteht aus Erde, das Innere ist dunkel; eine Taschenlampe ist nötig.
Der Abri liegt am Ufer der Dronne beim Moulin de Rochereuil. Seit 2011 führt ein von Patrick Paillet geleitetes Programm dort zunächst eine thematische Prospektion, dann ein kollektives Forschungsprojekt durch, nach den Grabungen von Paul-Émile Jude 1935 bis 1939.
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