Große Synagoge, Jüdischer Tempel im 6. Arrondissement, Marseille, Frankreich
Das Synagogengebäude in der Rue Breteuil ist ein stattliches Bauwerk mit Romanik-Merkmalen, das mit zwei großen Holztüren, Marmorböden und einer zweistöckigen Galerie ausgestattet ist. Der Innenraum kann etwa 1.200 Gläubige aufnehmen und zeigt eine sorgfältige Aufteilung zwischen Hauptschiff und Emporen.
Der Bau begann 1855, nachdem das vorherige Gebäude verfielen war, und wurde 1864 unter Leitung des Architekten Nathan Salomon fertiggestellt. Das Bauwerk wurde 2007 zum geschützten Monument erklärt und erhielt damit offiziellen Denkmalschutz.
Das Gotteshaus trägt sephardische Traditionen in sich, die sich in seiner Einrichtung und Nutzung zeigen, besonders in den rituellen Praktiken und der Art, wie die Gemeinde den Raum nutzt. Die Besucher können diese Traditionen in den Details der Innenausstattung und in der Atmosphäre während des Besuchs spüren.
Der Ort liegt in der Rue Breteuil zwischen zwei kleineren Gassen und ist zu Fuß leicht zu erreichen, wenn man sich in der Nähe des sechsten Arrondissements befindet. Besucher sollten beachten, dass dies ein aktives Gebetshaus ist und es daher wichtig ist, vorab zu prüfen, ob besichtigungen möglich sind.
Das Innere beherbergt einen ungewöhnlichen hölzernen Lesepult, der von christlicher Architektur beeinflusst wurde, und eine funktionierende Orgel aus dem Jahr 1900. Die Orgel wird noch heute bei Hochzeitsfeiern gespielt und zeigt eine seltene Verbindung zwischen verschiedenen musikalischen Traditionen.
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