Gouffre Mirolda, Höhlensystem in Samoëns, Frankreich
Das Gouffre Mirolda ist ein großes Höhlensystem in den Bergen des Haut-Giffre bei Samoëns mit mehreren Ebenen, das sich tief unter die Erdoberfläche erstreckt. Das System hat sieben verschiedene Eingänge, von denen der höchste auf etwa 2330 Metern liegt.
Ein Hirte namens Marc Degrinis entdeckte 1971 den Eingang dieser natürlichen Höhlenformation. Danach führten Jahrzehnte systematischer Erkundungen durch Höhlenforscher zu neuen Erkenntnissen über die Ausdehnung des Systems.
Der Name der Höhle ehrt Michel Roland und Daniel Chenevier, zwei Höhlenforscher, die 1976 bei einer Flutkatastrophe ums Leben kamen. Die Namen dieser Forscher sind hier dauerhaft mit diesem Ort verbunden und erinnern Besucher an die Gefahren der Höhlenforschung.
Der Zugang zu verschiedenen Ebenen des Systems ist unterschiedlich schwierig und erfordert bei manchen Teilen Tauchkenntnisse. Besucher sollten warme Kleidung mitbringen und sich auf feuchte, kühle Bedingungen vorbereiten.
Unter den erreichbaren Terminalzonen wurde 2003 eine wichtige siphon-Tieftauchstelle erforscht, die es in die weltweite Rangliste schaffte. Diese Erkundung machte es zu einem bedeutenden Punkt für die internationale Höhlentauchforschung.
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