Hôtel Fumé, Renaissance-Herrenhaus in Poitiers, Frankreich.
Das Hôtel Fumé ist ein Bauwerk der Flamboyant-Gotik an der rue de la Chaîne in Poitiers, das in zwei Etappen zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert entstand. Seine Straßenfassade zeigt zwei runde Ecktürmchen mit grauen Kegeldächern, zwei Fensterreihen mit roten Rahmen und Butzenscheiben, ein gemeißeltes Steinband und ein großes Kreuzstockfenster unter einem skulptierten Bogen. Die Pavillons sind verkleidete Türme nach Art von Burgtoren, mit rein dekorativen Maschikulis und Fialen.
Der Bau wurde zwischen 1470 und 1484 von Pierre Fumé, einem Ratsherren, initiiert und später unter dem Bürgermeister François Fumé Anfang des 16. Jahrhunderts erweitert. Die Universität Poitiers übernahm das Gebäude 1919 und nutzt es seitdem als Sitz ihrer Geisteswissenschaftlichen Fakultät.
Der Name des Gebäudes geht auf Pierre Fumé de la Perrière zurück, der den Bau zwischen 1470 und 1484 begann. Sein Sohn François Fumé, ab 1520 Bürgermeister von Poitiers, ließ die skulptierte Straßenfassade hinzufügen. Seit 1919 beherbergt der Hôtel die Universität Poitiers; der Plan von André Ursault von 1961 ergänzte einen kammförmigen Flügel und eine Eingangshalle, die alle Studierenden durchqueren.
Sehenswert ist vor allem die Straßenfassade an der rue de la Chaîne: zwei vorspringende Eckpavillons mit Kegeldächern, Fenster mit Mittelpfosten und geschnitzte Fialen. Der Zugang führt durch einen mit Rippen gewölbten Durchgang zum Hof. Das Grundstück liegt am Hang, der Hof tiefer als die Straße.
Bei einer Restaurierung in den 1920er Jahren wurde ein Mosaik in einem Innenraum entdeckt, das das Wappen der Universität Poitiers und das Gründungsjahr 1431 zeigt. Dieses versteckte künstlerische Element erinnert an die historische Verbindung zwischen dem Gebäude und der akademischen Institution, die es heute bewohnt.
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