Hôtel Jean Beaucé, Privatresidenz in Poitiers, Frankreich.
Das Hôtel Jean Beaucé ist ein Privathaus in Poitiers aus der Renaissance-Zeit mit einem markanten Treppenturm, dessen Fassade mit Büsten römischer Kaiser und kunstvollen Säulen verziert ist. Das Gebäude enthält heute mehrere private Wohnungen nach umfangreicher Renovierung im Jahr 2013, mit einem neorenaissance-Anbau an der Rückseite.
Das Haus wurde 1554 vom Tuch- und Seidenhändler Jean Beaucé erbaut und erlangte bald historische Bedeutung. Im Jahr 1558 fand darin die Gründungskonferenz der Reformierten Kirchen Frankreichs statt.
Das Gebäude zeigt, wie wohlhabende Kaufleute der Renaissance ihre Häuser gestalteten, mit Anspielungen auf die Antike in Skulpturen und Verzierungen. Die Fassade erzählt durch ihre künstlerischen Details von den Vorlieben und dem Wohlstand der Familie, die dort lebte.
Das Gebäude befindet sich in der Innenstadt von Poitiers und ist von außen leicht zu erkunden, da es auf der Straße gut sichtbar ist. Da es sich um eine private Wohnanlage handelt, ist ein Betreten des Inneren nicht möglich, doch die Details der Fassade können vom Gehweg aus betrachtet werden.
Während der religiösen Konflikte von 1559 nutzte eine Gruppe von Kirchenmitgliedern das Haus, um wertvolle religiöse Gegenstände in Goldbarren umzuwandeln. Diese geheime Handlung zeigt, wie wichtig dieser Ort in einer Zeit großer Spannungen war.
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