Hôtel Louvre et Paix, Privathaus an der Canebière, Marseille, Frankreich
Das Hôtel Louvre et Paix ist ein sechsgeschossiges Gebäude an der La Canebière 49–53, dessen dunkle Steinfassade drei Reihen von Bogenfenstern mit eisernen Balkonen aufweist. Auf Straßenebene trennen Statuen drapierter Figuren drei breite Bögen mit geschlossenen Läden, über denen ovale C&A-Schilder hängen. Der Bildhauer Hippolyte Ferrat schuf vier Karyatiden für die Fassade: einen geflügelten Fisch für Europa, einen Elefanten für Asien, ein Dromedar für Afrika und eine Sphinx für Amerika.
Jean-Charles Pot entwarf das Grand Hôtel du Louvre et de la Paix, eingeweiht am 15. August 1863 mit 20 Salons, zwei Restaurants und 150 Zimmern, später 250, auf sechs Etagen. Die französische Marine requirierte es per Dekret vom 11. März 1941; danach besetzte die Kriegsmarine es, bevor es an ein Kaufhaus verkauft wurde. Fassaden, Dächer, Treppe, Offiziersmesse und Konferenzsaal wurden am 8. Juni 1982 als Monument historique klassifiziert.
Vier Karyatiden der Fassade, geschaffen vom Aixer Bildhauer Hippolyte Ferrat, verkörpern die Kontinente: einen geflügelten Fisch für Europa, einen Elefanten für Asien, ein Dromedar für Afrika und eine Sphinx für Amerika. Rund um die Uhr im Giebelfeld verweisen Figuren des Handels und der Schifffahrt auf die Rolle des Hauses im Marseiller Handelsleben.
Das Gebäude steht an der La Canebière Nr. 49–53 im 1. Arrondissement nahe dem Alten Hafen. Der Eingang des C&A-Ladens befindet sich in Nummer 53, während Nummer 49 der gemeinsame Eingang der Büros der Stadtplanungsagentur ist. Die Fassade mit den vier Karyatiden und der Uhr am Giebel ist von der Straße aus zu sehen; die Innenräume sind nicht für Besucher geöffnet.
Am 28. Februar 1896 wurde hier der Film L'Arrivée d'un train en gare de La Ciotat der Brüder Lumière gezeigt, keine zwei Monate nach der ersten bezahlten Vorführung in Paris. Das Haus hatte damals hydraulische Aufzüge, Telefone und elektrisches Licht; Küchenchef war Apollon Caillat.
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