Hôtel d'Aguesseau, Privatresidenz im 6. Arrondissement, Frankreich.
Das Hôtel d'Aguesseau ist eine klassische französische Privatresidenz in der rue Séguier im 6. Arrondissement von Paris, bekannt für sein monumentales Portal und seinen inneren Innenhof. Das Gebäude zeigt die architektonische Eleganz, die für französische Stadthäuser des 17. Jahrhunderts typisch ist, mit aufwendigen Details an seiner Fassade.
Das Gebäude wurde 1635 erbaut und gehörte Antoine d'Aguesseau, der 1632 Präsident des Parlaments von Bordeaux wurde. Die Entstehung des Hauses fällt in die Zeit des Absolutismus in Frankreich, als solche Residenzen für hochrangige Magistrate üblich waren.
Das Gebäude beherbergt seit 1997 den Verlag Actes Sud, was seine Verbindung zu französischer Literatur und intellektuellem Leben fortsetzt. Hier finden sich Räume, in denen Bücher verlegt und Autoren unterstützt werden, was dem Ort eine lebendige kulturelle Funktion gibt.
Das Haus liegt in der Nähe der Metrostationen Odéon und Saint-Michel, was die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtert. Der Haupteingang befindet sich an der rue Séguier, die leicht von der benachbarten Seine-Brücke zu erreichen ist.
Eine Gedenkplakette erinnert an Georges Pitard, einen kommunistischen Anwalt, der hier sein Büro hatte und 1941 von Nazi-Truppen hingerichtet wurde. Diese Plakette steht als stilles Zeugnis für die Verluste, die das Gebäude während der Besatzung erlebte.
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