Hôtel d'Escoville, Renaissancepalast im Zentrum von Caen, Frankreich.
Das Hôtel d'Escoville ist ein Stadtpalast aus der Renaissance in der Altstadt von Caen mit aufwändig gemeißelten Steinfassaden und ausgewogenen Proportionen über mehrere Geschosse. Das Gebäude zeigt die architektonischen Merkmale jener Epoche mit gegliederten Fassaden und zierlichen Fensterreihen.
Das Haus entstand zwischen 1533 und 1540 im Auftrag eines wohlhabenden Kaufmanns und gehörte zu einer Welle von Bauvorhaben, die die Stadt prägen sollte. Die Epoche seiner Entstehung war geprägt von neuen künstlerischen Einflüssen aus dem Süden, die sich in seiner Gestaltung widerspiegeln.
Das Gebäude diente als Treffpunkt für gelehrte Zirkel und prägt bis heute das Bild der Innenstadt als Ort von Kunst und Wissen. Die Räume erzählen von der Rolle, die solche Häuser in der Vermittlung von Bildung und künstlerischem Austausch spielten.
Das Gebäude beherbergt heute Stadtverwaltungsbüros und wechselnde Ausstellungen, die Besuchern einen Eindruck von den Innenräumen vermitteln. Bei der Planung eines Besuchs sollte man bedenken, dass manche Bereiche beruflich genutzt werden und nur eingeschränkt zugänglich sein können.
Die Eingangsfassade ist mit aufwendigen Flachreliefs geschmückt, die apokalyptische Szenen darstellen und zeigen, wie mittelalterliche Künstler religiöse Themen deuteten. Diese ungewöhnliche Darstellung religiöser Inhalte an einem Privathaus war für ihre Zeit bemerkenswert.
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