Hôtel de Caumont, Kunstzentrum im Mazarin-Viertel, Aix-en-Provence, Frankreich.
Das Hôtel de Caumont ist ein Stadtpalais in der Rue Joseph-Cabassol 3 im Mazarin-Viertel, erbaut 1715 bis 1742 nach Plänen von Robert de Cotte und Georges Vallon. Seine Fassade aus cremegelbem Werkstein hat drei Geschosse plus Attika, einen Dreiecksgiebel und einen Segmentbogengiebel über der Mittelachse. Die tiefe Bogentür trägt verschlungene Buchstaben, darüber verläuft ein langer Balkon mit kunstvollem Eisengeländer.
Zwischen 1715 und 1742 für François Rolland de Réauville, Marquis de Cabannes, erbaut, entstand das Haus nach Plänen des Pariser Architekten Robert de Cotte und Georges Vallons. 1758 erwarb es die Familie Bruny de La Tour-d'Aigues; Pauline de Bruny brachte es durch ihre Heirat an die Caumont. 1964 kaufte es die Stadt, ab 1970 beherbergte es das Konservatorium Darius Milhaud, und am 6. Mai 2015 eröffnete Culturespaces es als Kunstzentrum.
Der Name Caumont geht auf Pauline de Bruny zurück, die 1796 den Marquis de Caumont heiratete; ein Straßenschild zitiert den Ausspruch, er habe der Provence „ihr schönstes Mädchen, ihr schönstes Stadtpalais, ihr schönstes Schloss und ihr größtes Vermögen“ genommen. Seit 2015 beherbergt das Haus das Caumont Centre d'Art mit Wechselausstellungen zu Malern wie Chagall oder Botero, einem rekonstruierten Zeitinterieur und einem französischen Garten.
Der Ort ist leicht zu Fuß erreichbar und liegt zentral im alten Stadtkern. Es gibt ausreichend Platz für Besucher, um gemächlich durch die Räume zu gehen, und die Wege sind gut für Gehbehinderungen zugänglich.
Das Gebäude bewahrt spezialisierte Räume wie das Chinesische Zimmer und den Rinceaux-Saal, die jeweils eigene Dekorationsstile aus verschiedenen Epochen zeigen. Diese Zimmer werden heute für Konzerte und Kunstpräsentationen genutzt, was dem Ort eine ungewöhnliche Doppelidentität als Kunstzentrum und Veranstaltungsort verleiht.
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