Hôtel de Vogüé, Privatpalais im 7. Arrondissement, Paris, Frankreich
Das Hôtel de Vogüé ist ein 3.374 m² großes Stadtpalais in der Rue de Martignac 18, das 1882–1883 vom Architekten Ernest Sanson für den Grafen Laurent-Charles-Arthur de Vogüé erbaut wurde. Die helle Steinfassade des Eingangs hat einen leicht vorspringenden Mittelrisalit mit einem dreieckigen, verzierten Giebel, hohe Fenster mit schwarzen Eisenbalustraden und Maskaronen sowie ein schwarzes Vordach über der Tür. Ein Ehrenhof trennt diesen Baukörper von den geschwungen angelegten Ställen.
Der Comte Laurent-Charles-Arthur de Vogüé erwarb 1878 ein Grundstück und beauftragte Architekt Ernest Sanson mit dem Entwurf, das 1883 fertiggestellt wurde. Das Haus entstand in einer Zeit, als wohlhabende Pariser sich als Mäzene und Sammler etablierten und ihre Residenzen als Ausdruck ihrer Position gestalteten.
Ernest Sanson ließ sich bei den Wandtäfelungen von den Hôtels d'Argenson und de Soubise leiten und nahm die Ludwig-XV.-Treppe des Grand Séminaire d'Orléans als Vorbild für das große Treppenhaus. Seit 2021 finden in den Räumen die Cours de civilisation française de la Sorbonne statt, und ein Teesalon, das café Suédois, ist öffentlich zugänglich.
Seit 2021 beherbergt das Gebäude eine Stiftung, die Kurse über französische Kultur anbietet und ein Café betreibt, das für Besucher zugänglich ist. Wer einen Blick in die Belle-Époque-Architektur werfen möchte, sollte wissen, dass die Öffnungszeiten je nach Veranstaltungen und Kursen variieren können.
Die Architekturpläne dieses Belle-Époque-Hauses wurden 1890 in einer angesehenen Architekturzeitschrift veröffentlicht und halfen, den Ruf von Sanson zu festigen. Die Publikation machte dieses Gebäude zu einem bemerkenswerten Beispiel der Wohnarchitektur jener Zeit.
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