L'Arlequin, Kunstkino in Saint-Germain-des-Prés, 6. Arrondissement, Frankreich
L'Arlequin ist ein Arthouse-Kino im Sechsten Arrondissement mit drei Sälen und etwa 595 Plätzen. Das Programm bietet das ganze Jahr über unabhängige Filme und internationale Produktionen.
Im Dezember 1934 als Cinéma-Lux eröffnet, wurde es später in Lux-Rennes umbenannt. Jacques Tati übernahm das Kino 1962 und benannte es 1964 in L'Arlequin um; er ließ die Ausstattung von Georges Peynet erneuern und zeigte dort erstmals die Farbfassung von Jour de fête. Von 1978 bis 1993 lief es als Le Cosmos mit sowjetischen Filmen, bevor es 1993 wieder L'Arlequin hieß.
Das Kino zeigt regelmäßig französische und internationale Filme und veranstaltet nach Vorführungen Treffen zwischen Filmemachern und Publikum. Diese Tradition macht es zu einem Ort, an dem Cineasten und Schöpfer aufeinandertreffen können.
Das Kino liegt in der Rue de Rennes 76 im 6. Arrondissement, erreichbar mit der Metrolinie 4, Station Saint-Sulpice. Der große Saal befindet sich im Untergeschoss und ist über den Eingang auf Straßenniveau unter dem Vordach zugänglich. Seit 1998 ist das Haus für seh- und hörbehinderte Zuschauer ausgestattet.
Der Name des Kinos stammt von der Harlekin-Figur der Commedia dell'arte, doch die Fassade zeigt keine rautenförmigen Glasflächen: Die Fotos zeigen eine helle Steinfront mit einem Vordach, auf dem weiß „L'ARLEQUIN“ steht, vier goldgerahmte Glastüren und fünf senkrechte Plakatflächen. Ein zweites blaues Schriftband trägt ebenfalls den Namen L'ARLEQUIN.
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