Hypogée des Dunes, Unterirdische Kapelle und Begräbnisstätte in Poitiers, Frankreich
Das Hypogée des Dunes ist eine halbversunkene Struktur in Poitiers mit Steinkammern, Gräbern und religiösen Ornamenten aus dem frühen Mittelalter. Die Anlage besteht aus mehreren unterirdischen Räumen mit eingemeißelten Figuren und Dekorationen, die von Hand in den Stein geschnitzt wurden.
Die Anlage entstand im frühen Mittelalter und war in der merovingischen Zeit etwa zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert in Gebrauch. Ein Geistlicher namens Camille de la Croix brachte sie 1878 ans Licht und machte damit ein wichtiges Zeugnis aus dieser fernen Epoche zugänglich.
Die Steinfiguren und Wandmalereien im Inneren zeigen, wie frühmittelalterliche Christen ihren Glauben durch Handwerk und bildende Kunst ausdrückten. Diese Kunstwerke ermöglichten es den Besuchern, die religiöse Welt jener Zeit unmittelbar zu erleben.
Der Ort ist normalerweise für Besucher geschlossen und kann nur an wenigen ausgewählten Tagen im Jahr mit einer geführten Tour besichtigt werden. Man sollte sich vorher erkundigen und früh planen, um einen Platz auf einer dieser seltenen Führungen zu bekommen.
In den Kammern wurden etwa 35 Bestattungen gefunden, von denen einige mit Schmuckstücken und persönlichen Gegenständen begleitet waren. Bemerkenswert ist ein seltenes Steinrelief mit einer Kreuzigungsszene, eines der wenigen erhaltenen Beispiele dieser Art aus dem 7. Jahrhundert.
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