Hêtre de Ponthus, Bemerkenswerte Buche im Paimpont-Wald, Frankreich.
Der Hêtre de Ponthus war eine große Gemeine Buche im Wald von Paimpont in der Bretagne mit 4,1 Metern Umfang und zahlreichen tentakelartigen Ästen. Sein dicker, unregelmäßiger Stamm teilte sich tief in mehrere mächtige Äste, und die gefleckte graugrüne Rinde zeigte dunklere Stellen und freiliegendes Holz. Er stand zwischen hohen, schlanken Stämmen, nahe dem Weg zur Fontaine de Barenton.
Die Hêtre de Ponthus war eine gewöhnliche Rotbuche, keine Blutbuche, und etwa dreihundert Jahre alt, stammte also aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Legende lässt sie dagegen auf den Ruinen des Schlosses von Ponthus wachsen, das Truppen Bertrand du Guesclins 1372 zerstörten. In der Nacht vom 1. auf den 2. November 2023 wurde sie vom Sturm Ciarán gefällt.
Der Hêtre de Ponthus trägt den Namen eines Ritters aus einer mittelalterlichen bretonischen Legende, was ihm eine besondere Stellung im lokalen Gedächtnis verleiht. Der Wald von Paimpont wird seit Langem mit der Artus-Sage in Verbindung gebracht, und dieser Baum war für viele Besucher ein greifbarer Teil dieser Welt.
Da der Baum im November 2023 gefallen ist, ist der Ort heute ein Gedenkpunkt im Wald und kein lebendiger Baum mehr. Wer den Wald von Paimpont besucht, kann beim örtlichen Fremdenverkehrsbüro nach dem genauen Standort und den markierten Wegen fragen.
Der Name des Baumes stammt aus dem Roman de Ponthus, einem mittelalterlichen Roman, den die Familie de Laval Anfang des 15. Jahrhunderts in Auftrag gab, um Paimpont einen heroischen Gründer zu geben. Die Ruinen des sogenannten „château de Ponthus“ liegen am Fuß des Baumes, und Paimpont benannte 1994 eine Avenue nach dem Ritter.
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