Lycée Théodore-de-Banville, Historisches Gymnasium in Frankreich
Das Lycée Théodore-de-Banville ist ein öffentliches Gymnasium am 12 cours Vincent-d'Indy in Moulins, zwischen dem öffentlichen Krankenhaus und der Post. Es nutzt das ehemalige Visitantinnenkloster von 1616: Der ursprüngliche Klosterbau ist noch in der rue de Paris zu sehen, der Zugang erfolgt heute vom anderen Ende der Anlage am cours Vincent-d'Indy. Auf dem Gelände liegt die frühere Klosterkapelle, bis 1998 Kapelle des Gymnasiums, mit dem von Anguier geschaffenen Mausoleum des Herzogs von Montmorency.
Gegründet durch das Gesetz vom 11. Floreal des Jahres X (1. Mai 1802) und am 16. Juni 1803 von Napoleon Bonaparte eingeweiht, ersetzte das Lyzeum die École centrale de l'Allier, die aus einem Jesuitenkolleg hervorgegangen war. Es bezog das ehemalige Visitantinnenkloster von 1616. Die Kapelle wurde 1928 als Monument historique klassifiziert, das monumentale Tor 1929 eingetragen und die Nonnenkapelle 1946 klassifiziert. Vom 19. Juni 1940 bis 6. September 1944 dienten die Räume deutschen Truppen als Kaserne.
Die Schule ist nach dem in Moulins geborenen Dichter Théodore de Banville benannt. Ihre Kapelle, bis 1998 vom Lyzeum genutzt, birgt das Mausoleum des Herzogs von Montmorency, der 1632 wegen einer Verschwörung gegen Richelieu hingerichtet wurde; seine Witwe Marie-Félicie des Ursins zog sich 1637 in das Kloster zurück und finanzierte das von Anguier geschaffene Grabmal. Eine Gedenktafel im Ehrenhof nennt Schüler und Lehrer, die in der Résistance für Frankreich starben.
Die Schule ist in Betrieb; Kapelle und Ehrenhof sind daher nicht museal zu besichtigen. Der Zugang erfolgt über den cours Vincent-d'Indy zwischen dem öffentlichen Krankenhaus und der Post, nicht über den ursprünglichen Bau an der rue de Paris. Das monumentale Tor und die Kapelle des ehemaligen Visitandinnenklosters stehen seit 1928, 1929 und 1946 unter Denkmalschutz.
1975 gehörte die Schule zu den 58 französischen Sekundarschulen, die das Bildungsministerium für das Experiment „Expérience des 58 lycées“ auswählte; Schüler und Lehrer schrieben Programme in der Sprache LSE und betrieben einen Informatikclub. Bis 1998 diente die Kapelle weiter als Schulkapelle.
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