Marquèze, Ökomuseum in Sabres, Frankreich.
Marquèze ist ein Freilichtmuseum in Sabres, das sich über mehrere Hektar erstreckt und Häuser, Felder und Geräte aus dem 19. Jahrhundert zeigt. Das Areal ist wie ein Dorf aufgebaut, mit Wohnhäusern, Stallungen, einer Kapelle und Werkstätten, die alle erhalten sind und den Besuchern einen Einblick in die damalige Lebensweise geben.
Das Museum wurde 1970 als erstes französisches Freilichtmuseum gegründet, um die ländliche Architektur und Landwirtschaft der Landes-Region zu bewahren. Die Gründer sammelten Häuser, Werkzeuge und Gegenstände aus verschiedenen Orten der Region, um ein authentisches Bild dieser verschwindenden Lebensweise zu schaffen.
Im Sommer finden auf dem Gelände regelmäßig Handwerksdemonstrationen statt, bei denen Besucher beobachten können, wie traditionelle Fertigkeiten wie Harzgewinnung und Brotbacken praktiziert werden. Diese lebendigen Vorführungen zeigen, wie Menschen in der Region vor mehr als hundert Jahren täglich arbeiteten und lebten.
Eine kleine Bahn bringt Besucher vom Empfangszentrum zur Museumsanlage, was besonders für ältere Menschen oder solche mit begrenzter Mobilität hilfreich ist. Führungen werden angeboten und das Gelände ist relativ flach, daher sollte man bequeme Schuhe tragen und etwas Zeit zum Erkunden einplanen.
Das Museum beherbergt seltene alte Tierrassen, die im neunzehnten Jahrhundert für die Landwirtschaft der Region lebenswichtig waren, von schweren Pferden bis zu speziellen Schafen. Diese Tiere sind heute kaum noch zu sehen und zeigen, wie unterschiedlich die Tierwelt auf dem Land früher war.
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