Marquèze, Ökomuseum in Sabres, Frankreich.
Marquèze ist ein Ökomuseum in Sabres im Département Landes, das um einen Airial herum angelegt ist, eine weite, von jahrhundertealten Eichen beschattete Wiese. Es vereint authentische Herrenhäuser und Pachtfarmen, Schafställe, Backöfen und eine Mühle; das Holz einiger Häuser stammt teils aus dem 13. Jahrhundert. Der Ort zeigt die vier Landschaftseinheiten der Haute Lande: Airial, Feld, Fluss und die zur Waldfläche gewordene Heide.
Das Museum wurde 1970 als erstes französisches Freilichtmuseum gegründet, um die ländliche Architektur und Landwirtschaft der Landes-Region zu bewahren. Die Gründer sammelten Häuser, Werkzeuge und Gegenstände aus verschiedenen Orten der Region, um ein authentisches Bild dieser verschwindenden Lebensweise zu schaffen.
Der Name Marquèze erscheint in Genealogien, die die Hochzeit von François Bonnat und Catherine de Marquèze am 1. Juni 1636 in Sabres nennen. Das Viertel vereint echte Herrenhäuser und Pachtbauernhöfe, Schafställe, Backöfen und eine Mühle um einen Airial, eine offene, von jahrhundertealten Eichen beschattete Lichtung, auf der neben einer Müllerfamilie dreißig bis vierzig Bauern lebten, die sich von Roggen, Hirse, Obst, Honig, Geflügel, Schafen und dem Wald ernährten.
Eine kleine Bahn bringt Besucher vom Empfangszentrum zur Museumsanlage, was besonders für ältere Menschen oder solche mit begrenzter Mobilität hilfreich ist. Führungen werden angeboten und das Gelände ist relativ flach, daher sollte man bequeme Schuhe tragen und etwas Zeit zum Erkunden einplanen.
Der hölzerne Webstuhl der Sammlung mit seinen starken, behauenen Balken, den diagonalen Streben und den herabhängenden Schnüren zeigt das Weben, wie es in der Haute Lande üblich war. Die Gebäude selbst sind teils älter als das Museum: Untersuchungen zeigen, dass ein Teil des Holzes aus dem 13. Jahrhundert stammt.
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