Musée de la vie rurale, Heimatmuseum in Steenwerck, Frankreich
Das musée de la Vie rurale befindet sich in der Ferme Brame, einem fünfeckigen Bauernhofkomplex in Steenwerck in Nordfrankreich. Die Backsteingebäude, 1922 nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut, umschließen einen Hof; der Hauptflügel hat ein dunkles Ziegeldach mit zwei Dachgauben, und ein Schild zeigt „Musée de la vie rurale“. Im Inneren sind auf über 1.500 m² und mit 6.000 Objekten das Landleben von 1850 bis 1950 dargestellt.
Das Museum wurde gegründet, um die bäuerliche Lebensweise der Region zu bewahren, die durch die Modernisierung der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert nach und nach verschwand. Die gesammelten Gegenstände, Möbel und Werkzeuge stammen aus dem lokalen Umfeld und spiegeln die Geschichte der Gemeinden rund um Steenwerck wider.
Der Rundgang endet im Estaminet „A La Gaieté“, das im ehemaligen Stall des Hofes eingerichtet ist, bei regionalem Bier, Waffeln, Apfelsaft und traditionellen flämischen Spielen. Das Museum beherbergt zudem zwei Kaltblutpferde der Rasse Trait du Nord, und in der Scheune wachen Totor, der Dritte dieses Namens, und Irène au nez pointu, die Riesen der Gemeinde.
Das Museum ist an bestimmten Tagen nachmittags geöffnet, mit längeren Öffnungszeiten in den Sommerferien sowie an einigen Feiertagen und Wochenenden. Gruppen und Schulklassen können geführte Besuche und Workshops buchen, wofür eine Voranmeldung per Telefon empfohlen wird.
Das Museum umfasst ein Arboretum im Außenbereich, das Baumarten zeigt, die früher im ländlichen Alltag der Region eine Rolle spielten. Dieser Bereich wird von Besuchern oft übersehen, obwohl er einen anderen Blick auf die Beziehung zwischen den Menschen und ihrer natürlichen Umgebung ermöglicht.
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