Musée des années trente, Kunstmuseum in Boulogne-Billancourt, Frankreich.
Das Musée des Années Trente nutzt 3.000 m² im Espace Landowski in Boulogne-Billancourt. Seine Säle vereinen 800 Gemälde, 1.500 Skulpturen und 20.000 Zeichnungen sowie Möbel, Keramik und Plakate. In einem Saal stehen sich zwei rote Sessel mit geschwungenem Metallgestell auf einem niedrigen weißen Sockel gegenüber, vor einer Stellwand mit einem Gemälde abstrakter Figuren in Rot und Grün.
1939 von Dr. Albert Besançon gegründet, war das Museum zunächst im Rathaus untergebracht und sammelte Zeugnisse des kulturellen und industriellen Erbes von Boulogne-Billancourt. 1983 folgte Emmanuel Bréon auf Besançon, der mit 103 Jahren starb, und richtete das Museum auf die 1930er Jahre aus. 1994 in Musée des Années 30 umbenannt, zog es 1998 in den Espace Landowski.
Der Name des Museums verweist auf die 1930er Jahre, als günstige Grundstücke und Ateliers Künstler, Architekten, Maler, Bildhauer und Filmemacher nach Boulogne-Billancourt zogen. Die Sammlung orientalistischer Malerei entstand aus der Ausstellung „Coloniales“ 1989–1990 mit Leihgaben des Musée des Arts africains et océaniens, von denen einige als Depot blieben. Gezeigt werden Werke von Bewohnern wie André Malraux und der Architekten Le Corbusier und Robert Mallet-Stevens.
Das Museum ist täglich außer montags und an Feiertagen geöffnet, ein Montagsbesuch ist also nicht möglich. Es umfasst 3.000 m² im Espace Landowski, 28 avenue André-Morizet; die nächste Métrostation ist Marcel Sembat auf der Linie 9. Die Säle verteilen sich auf mehrere Bereiche, daher sollte man genügend Zeit für den Rundgang einplanen.
Die orientalistische Gemäldesammlung des Museums entstand aus der Ausstellung „Coloniales“ von 1989–1990, für die Werke aus den Depots des Musée national des Arts d'Afrique et d'Océanie zusammenkamen; einige blieben als Leihgaben und bildeten den ersten Kern der Sammlung. Vertreten sind unter anderem der Maler Georges-André Klein, Künstler des Ministeriums für Übersee und Kolonien sowie Stipendiaten der Villa Abd-el-Tif.
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