Immeuble Molitor, Modernistisches Wohngebäude in Boulogne-Billancourt, Frankreich.
Immeuble Molitor ist ein achtstöckiges Wohngebäude mit einer modernen Architektur an der Grenze zwischen Paris und Boulogne-Billancourt. Das Bauwerk besticht durch Glasfassaden und Betonstützen, die das gesamte Gerüst tragen.
Le Corbusier und Pierre Jeanneret entwarfen das Gebäude zwischen Juli und Oktober 1931; es wurde Anfang 1934 fertiggestellt. Die Bauherren Marc Kouznetzoff und Guy Noble hatten die Finanzierung nicht gesichert und baten die Architekten, binnen fünfzehn Tagen Käufer zu finden. Die Bauarbeiten begannen im Februar 1932, stockten monatelang und wurden im Oktober 1933 wieder aufgenommen. Die Société Immobilière de Paris Parc des Princes ging 1935 bankrott, was zu einem jahrzehntelangen Rechtsstreit über Le Corbusiers Eigentum führte, das 1949 anerkannt wurde.
Das Gebäude verkörpert Modernismus durch offene Grundrisse und große Glasflächen, die damals völlig neu waren. Besucher sehen, wie Le Corbusier sich für helle, luftige Räume einsetzte.
Die Wohnung mit Atelier von Le Corbusier in der siebten und achten Etage gehört der Fondation Le Corbusier und ist nach Voranmeldung zu besichtigen; von September 2016 bis Mai 2018 war sie wegen Renovierung geschlossen. Der Aufzug reicht nur bis zum sechsten Stock, das Duplex erreicht man über die Treppe. Der Haupteingang liegt an der Rue Nungesser-et-Coli 24 auf der Pariser Seite.
Die obersten zwei Geschosse, die man über die Treppe ab dem sechsten Stock erreicht, wo der Aufzug endet, umfassen 240 m². Le Corbusier ließ die Räume ohne Flure und mit möglichst wenigen Türen anordnen und die Wände in reinen Primärfarben streichen. In seinem Malatelier steht eine Wand aus Stein und rohem Sichtziegel im Kontrast zu Beton und Glas.
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