Ouvrage Billig, Artilleriewerk der Maginot-Linie in Oudrenne, Moselle, Frankreich.
Ouvrage Billig ist eine unterirdische Militärfestung in Ostfrankreich mit mehreren Kampfblöcken, die durch Tunnelgänge miteinander verbunden sind. Die Anlage erstreckt sich über verschiedene Ebenen und enthält Bereiche für Wohnquartiere, Verpflegung, medizinische Versorgung sowie Wasser- und Lebensmittelspeicherung.
Billig wurde im Juni 1930 von der CORF genehmigt und war 1935 für 65 Millionen Francs einsatzbereit; Bauunternehmer war Ossude aus Paris. Die Besatzung von 537 Mann, darunter 16 Offiziere unter Commandant Roy, eröffnete am 12. Mai 1940 erstmals das Feuer. Am 15. Juni durchschlug eine Fliegerbombe den Mörserturm von Block 6 und tötete zwei Mann; am 24. Juni feuerte Billig 2030 75-mm-Granaten zur Unterstützung von Hackenberg ab. Am 4. Juli 1940 wurde das Werk unversehrt an die Deutschen übergeben.
1940 war das Werk mit 537 Mann und 16 Offizieren des 167. Festungs-Infanterieregiments und des 151. Positions-Artillerieregiments unter Kommandant Roy besetzt. Die Kasernierung von Elzange stellte Billig und den benachbarten Werken die Friedensunterkünfte und Versorgungsdienste. Der gemischte Eingang für Munition und Personal zählt neben Vélosnes und Chesnois zu den einzigen zwei echten gemischten Eingängen im Nordosten.
Das Werk liegt auf dem Gemeindegebiet von Oudrenne, zwischen den Großwerken Métrich und Hackenberg. Es ist aufgegeben und beschädigt, seine Öffnungen wurden zum Schutz vor Zutritt verschlossen, sodass die unterirdischen Gänge nicht begehbar sind; die oberirdischen Blöcke mit ihren rostumrandeten Scharten sind jedoch sichtbar.
Die Festung nutzt ein ungewöhnliches Merkmal: einen gemeinsamen Eingang für Munition und Personal, der von anderen vergleichbaren Wehranlagen abweicht. Diese kompakte Anordnung zeigt einen anderen Ansatz zum Design unterirdischer Militärbauten.
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