Ouvrage Kerfent, Militärische Befestigungsanlage in Faulquemont, Frankreich
Das Ouvrage Kerfent ist eine französische Festungsanlage an der Maginot-Linie mit vier Kampfblöcken, die mit Maschinengewehrstellungen und Beobachtungsposten ausgerüstet sind. Die Anlage verfügt über unterirdische Gänge zur Munitionslagerung und Energieversorgung, die heute jedoch nicht zugänglich sind.
Die Festung entstand zwischen 1932 und 1933 und wurde 1940 nach kurzer Belagerung von deutschen Truppen erobert. Die 125 Soldaten der Besatzung ergaben sich am 21. Juni 1940 und markierten damit das Ende dieser Verteidigungslinie in diesem Sektor.
Die Anlage verkörpert französische Militärarchitektur der 1930er Jahre und zeigt, wie Ingenieure damals Verteidigungsanlagen mit modernen Techniken für ihre Zeit konstruierten. Die unterirdischen Räume und die Anordnung der Kampfblöcke spiegeln den damaligen Wissensstand über Festungsbau wider.
Das Gelände liegt in der Nähe von Zimming und ist derzeit für Besucher nicht zugänglich, da die unterirdischen Gänge überschwemmt sind. Wer die Geschichte dieser Befestigung erkunden möchte, kann sich an lokale Museen oder Führer wenden, die Informationen zur Maginot-Linie bereitstellen.
Nach dem Krieg nutzten die kanadischen Royal Canadian Air Force die Anlage von 1958 bis 1961 als Relaisstation für Mikrowellenkommunikation. Die Fortifikation erhielt dadurch eine völlig neue Rolle und spiegelt die strategischen Verschiebungen des Kalten Krieges wider.
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