Palais Jacques-Cœur, Gotisches Stadtpalais in Bourges, Frankreich
Der Palais Jacques-Cœur ist ein gotisches Wohnhaus in Bourges, das vier Flügel um einen inneren Hof herum anordnet. Jeder Raum ist mit aufwendig gemeißeltem Stein verziert, und Kamine in verschiedenen Zimmern zeigen die Handwerkskunst der Bauzeit.
Jacques Cœur kaufte 1443 das Lehen La Chaussée für 1.200 Goldécus und ließ den Palast für über 100.000 Écus errichten, fertiggestellt 1453 während seiner Haft. 1451 verhaftet, soll er nur acht Nächte dort verbracht haben; Karl VII. beschlagnahmte ihn und gab ihn 1457 an Cœurs Söhne zurück. 1679 ging er an Colbert, der ihn 1682 an Bourges abtrat; ab 1820 diente er als cour d'appel, deren Umbauten Prosper Mérimée 1840 zur Unterschutzstellung veranlassten.
Der Name „Palais“ stammt von der Nutzung als Gerichtsgebäude: 1820 zogen das Berufungsgericht und das Gericht erster Instanz ein. Bis heute sind die geschnitzte Reliefplatte über einer Tür im Erdgeschoss sowie die Medaillons und das Maßwerk zwischen den Fenstern des achteckigen Erkers zu sehen. Verwaltet und für Besucher geöffnet wird der Palast vom Centre des monuments nationaux.
Der Palast liegt am 10 bis rue Jacques-Cœur am Hang zwischen Ober- und Unterstadt von Bourges; unten folgt die rue des Arènes der alten gallo-römischen Mauer von Avaricum. Man betritt ihn von der Straße aus und gelangt in den gepflasterten Hof, von dem aus das skulptierte Portal und der achteckige Treppenturm aus der Nähe zu sehen sind. Verwaltet und für Besucher geöffnet wird das Bauwerk vom Centre des monuments nationaux.
Jacques Cœur verbrachte nur acht Nächte in dem Palast, den er errichten ließ. 1451 verhaftet, erlebte er, wie Karl VII. das Haus samt Mobiliar beschlagnahmte; er entkam und starb 1456 im Exil auf Chios. 1457 gab der König es seinen Söhnen zurück.
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