Oppidum de Nages, Befestigte Eisenzeitsiedlung in Nages-et-Solorgues, Frankreich
Das Oppidum de Nages ist eine eisenzeitliche Befestigungssiedlung auf einem Hügel in der Nähe von Nimes, die Verteidigungsmauern, Türme und Wohngebäude aus keltischer Zeit enthält. Der Ort zeigt die Überreste einer organisierten Gemeinde mit Straßen und religiösen Gebäuden, die die damalige Besiedlung prägen.
Die Volques Arécomiques gründeten diese Siedlung zwischen 290 und 250 v. Chr. als befestigen Ort in der Region, der bis zur Ankunft römischer Kräfte bestand. Der Ort markiert einen wichtigen Übergangspunkt zwischen unabhängigen keltischen Gemeinschaften und römischer Herrschaft.
Die Siedlung zeigt frühe keltische Architektur mit gleichmäßig angeordneten Häusern entlang von Straßen, die das fortgeschrittene städtische Planungsverständnis der Bewohner widerspiegeln. Die Anordnung der Gebäude vermittelt einen Eindruck davon, wie das Alltagsleben in dieser Gemeinde organisiert war.
Der archäologische Ort liegt westlich von Nimes und ist über landwirtschaftliche Straßen und Wege erreichbar, wobei die Anfahrt von Nages-et-Solorgues aus erfolgt. Die Besichtigung erfordert wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk, da der Hügel exponiert liegt und die Wege uneben sein können.
Ausgrabungen enthüllten einen religiösen Tempel aus dem Jahr 70 v. Chr., der bei einem Brand in der frühen römischen Zeit zerstört wurde. Dieser Fund gibt Einblick in die religiösen Praktiken vor und während der Kontaktzeit mit Rom.
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