Opéra national de Lorraine, Opernhaus am Place Stanislas, Nancy, Frankreich.
Die Opéra national de Lorraine steht am Place Stanislas in Nancy; ihre hellbeige Fassade wird von einer Balustrade mit Steinurnen und Figuren bekrönt. Zwei Geschosse mit hohen Bogenfenstern und kleinen schmiedeeisernen Balkonen sind durch Pilaster gegliedert, dazwischen trägt ein Band die Inschrift „OPERA NATIONAL DE LORRAINE“. Das rustizierte Erdgeschoss hat weitere Bogenöffnungen, und an der rechten Ecke steht ein vergoldetes schmiedeeisernes Tor.
Das erste Theater, 1755 unter Stanislas Leszczyński erbaut, lag hinter dem Musée des Beaux-Arts und wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober 1906 nach einer Probe von Mignon durch einen Brand zerstört. Joseph Hornecker gewann den 1906 ausgeschriebenen Wettbewerb mit einem Theater nach italienischem Vorbild; der Neubau wurde am 14. Oktober 1919 eröffnet und behielt die Fassade des alten Hauses. 1994 restauriert, erhielt es am 1. Januar 2006 den Status einer Nationaloper.
Das Haus verdankt seinen Namen dem Status als Nationaloper, der am 1. Januar 2006 verliehen wurde und es zur fünften regionalen Nationaloper Frankreichs machte. Orchester, Chor und eine Ausbildungsstätte für Bühnenberufe gehören dazu. Führungen öffnen die Orientalische Bar, ein zweites Foyer im orientalistischen Jugendstil, dessen Bezeichnung erst von 1982 stammt.
Das Gebäude liegt direkt am Place Stanislas, einem der bekanntesten Plätze der Stadt, und ist gut zu Fuß erreichbar. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch das historische Zentrum von Nancy verbinden.
Obwohl das heutige Gebäude nach 1905 errichtet wurde, enthält seine Fassade sowohl neoklassizistische als auch Jugendstil-Elemente, was für ein Opernhaus dieser Art ungewöhnlich ist. Nancy war damals eines der wichtigsten Zentren des Jugendstils in Europa, was erklärt, warum dieser Einfluss selbst bei einem so formellen Gebäude sichtbar ist.
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