Moselle germanophone, Deutschsprachige Region im Nordosten Frankreichs.
Die Moselle germanophone ist der nördliche Teil des Departements Moselle im Nordosten Frankreichs, wo lokale germanische Dialekte noch gesprochen werden. Die Gegend besteht aus kleinen Städten und Dörfern, deren Architektur den Baustil der benachbarten deutschen und luxemburgischen Gebiete widerspiegelt.
Das Gebiet wechselte zwischen 1870 und 1945 mehrfach zwischen Frankreich und Deutschland, was tiefe Spuren in Sprache und Baukultur hinterließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Region dauerhaft französisch, doch die germanischen Dialekte überdauerten den Wechsel.
Im Alltag hört man hier noch Dialekte wie Platt oder Lothringisch-Fränkisch, die dem Luxemburgischen und dem Deutschen nahestehen. Die Ortsnamen sind oft zweisprachig, und in manchen Bäckereien oder Läden findet man Produkte, die auf beiden Seiten der Grenze verbreitet sind.
Die meisten Orte sind klein und lassen sich gut zu Fuß erkunden, aber für Ausflüge zwischen den Dörfern ist ein Auto empfehlenswert, da der öffentliche Nahverkehr begrenzt ist. In größeren Orten wie Sarreguemines oder Forbach gibt es bessere Verbindungen und mehr Dienstleistungen.
Im Nordteil der Region, rund um Bouzonville, wird noch heute eine Mundart gesprochen, die dem Moselfränkischen zuzuordnen ist und dem Luxemburgischen sehr nahe steht. Reisende, die Luxemburgisch verstehen, können sich dort manchmal mit älteren Dorfbewohnern auf Anhieb verständigen.
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