Passage du Désir, Durchgangsstraße in Paris, Frankreich
Der Passage du Désir ist ein schmaler Fußgängerweg im 10. Arrondissement von Paris, etwa 5 Meter breit und über 210 Meter lang, der zwischen Rue du Faubourg-Saint-Martin und Rue du Faubourg-Saint-Denis verläuft. Der Durchgang besteht aus zwei Abschnitten, die durch den Boulevard de Strasbourg unterbrochen werden, mit alten Wohnhäusern, Läden und handwerklichen Werkstätten, die teilweise bis ins 18. Jahrhundert zurückgehen.
Der Passage erhielt seinen Namen 1789, nachdem er zuvor Allée du Puits hieß und wurde zunächst als private Gasse mit Gittern geführt. 1852 wurde der Boulevard de Strasbourg durch die Gegend gebaut und teilte den Durchgang in zwei separate Abschnitte, was seine ursprüngliche Struktur grundlegend veränderte.
Der Passage du Désir trägt seinen Namen seit 1789 und wurde früher Allée du Puits genannt, wobei die neue Bezeichnung möglicherweise auf alte Vergnügungsorte in der Gegend hinweist. Heute nutzen Anwohner den Durchgang täglich als ruhigen Ort zum Spazieren und finden dort kleine Läden und lokale Handwerksbetriebe, die dem engen Raum noch immer Leben verleihen.
Der Durchgang ist reiner Fußweg, in beiden Abschnitten ist das Parken verboten. Er verläuft vom 89, rue du Faubourg-Saint-Martin zum 84, rue du Faubourg-Saint-Denis und wird vom Boulevard de Strasbourg in zwei Hälften geteilt, die jeweils einen eigenen Zugang vom Boulevard haben, bei Nr. 50 und Nr. 61-63. Die Métrostationen Château d'Eau und Gare de l'Est erschließen ihn, ebenso die Buslinie 32.
Die beiden Hälften der Passage unterscheiden sich in Architektur, Wohnen und Aktivitäten. Auf der Seite der Rue du Faubourg-Saint-Denis bilden neun der zehn Gebäude eine einzige Eigentümergemeinschaft um einen reinen Fußweg; drei bekannte Brunnen sind verfüllt in den Kellern erhalten: im Haus 84 Rue du Faubourg-Saint-Denis sowie in den Häusern 40 und 36 Passage du Désir, die beiden letzteren mit Zugang über Nummer 40.
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