Passerelle du Palais de Justice, Fußgängersteg über die Saône in Lyon, Frankreich
Die Passerelle du Palais de Justice ist ein 136 Meter langer Fußgängersteg über die Saône in Lyon, der durch einen charakteristischen Pylon nahe dem linken Ufer geprägt wird. Das Bauwerk verbindet das 2. und 5. Arrondissement und wird von Stahlseilen gehalten, die von diesem markanten Turm ausgehen.
1638 wurde hier eine erste Brücke errichtet; nach mehreren Nachfolgebauten baute die Compagnie Seguin 1833-1834 einen Steg zum Palais de Justice, dessen 90 m langer Mittelbogen 1840 durch Hochwasser zerstört wurde. Die 1844 wiedererrichtete Brücke verlor ihren Mittelbogen im September 1944 durch deutsche Truppen und wurde im Januar 1945 wiedereröffnet. Der heutige Steg nach einem Entwurf von Gilbert Lamboley wurde 1983 eingeweiht, nachdem Anwohner eine Fußgängerbrücke gefordert hatten; im Juli 2024 erhielt er den Namen des Generalstaatsanwalts Pierre Truche.
Die Brücke trägt den Namen des Justizpalastes, der an einem ihrer Ufer steht und dieser Gegend ihre rechtliche Bedeutung gibt. Besucher bemerken sofort, wie dieser Name die Verbindung zwischen dem Gerichtsgebäude und dem täglichen Leben an beiden Ufern widerspiegelt.
Der Steg verbindet direkt beide Ufer und bietet Fußgängern einen geraden Weg zwischen den beiden Bezirken ohne Umwege. Der Zugang ist einfach und die Strecke kurz genug, um sie in wenigen Minuten zu überqueren, was ihn zu einem praktischen Weg für den täglichen Verkehr macht.
Am Eingang am Quai Saint-Antoine steht eine Skulptur von Gabriel Gouttard (1927–2015), aufgestellt 1984. Sie wurde in Auftrag gegeben, als André Mure, René Deroudille und der Architekt der Fußgängerbrücke beschlossen, den alten Steg zu ersetzen. Der umgekehrte Y-Mast ist am linken Ufer verankert und rot gestrichen; die Stadt Lyon testete Bordeaux-, Rosa-, Violett- und Malventöne für einen neuen Anstrich.
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