Montjuzet, Öffentlicher Park in Clermont-Ferrand, Frankreich
Montjuzet ist ein 26 Hektar großer Park, der fast die gesamte Kuppe eines 485 Meter hohen Vulkankegels einnimmt und Clermont-Ferrand im Nordwesten überragt. Von den grasbewachsenen Hängen mit verstreuten Bäumen reicht der Blick über eine dichte Stadt mit rotbraunen Dächern und hellen Mauern, in deren Mitte eine dunkle Kirche mit zwei schlanken Türmen steht, bis zu einer Kette niedriger Hügel am Horizont. Der Park umfasst einen Garten mit mediterranen und exotischen Gehölzen sowie vier Bienenstöcke.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verzeichnete der napoleonische Kataster diesen 486 Meter hohen Hügel als Mosaik privater landwirtschaftlicher und weinbaulicher Grundstücke. Die Enteignungen begannen 1962 oder 1963 und endeten 1980; die Bauarbeiten liefen ab 1981, ein Teil des Parks wurde 1983 oder 1985 eröffnet, und 1989 war der gesamte 26 Hektar große Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Zweiten Weltkrieg diente der Hügel als Beobachtungsposten: Ab August 1939 stationierte sich die Flugabwehr-Maschinengewehrabteilung des 92. Infanterieregiments dort, im Winter 1942-1943 übernahm die Luftwaffe diesen Beobachtungsstand.
Der Park beherbergt drei zeitgenössische Skulpturen: Boule erratique ou Fenêtre (1997) von Takashi Naraha, acht halbierte und zu einem Rahmen gestapelte Granitkugeln aus dem Tarn; Fontaine à induction chromatique (1996) von Carlos Cruz-Díez; und Racine von Jean Chauchard. Eine Straße am Hang heißt rue des fées, nach den Feen von Montjuzet, Dienerinnen der Druiden in der lokalen Legende.
Der Park bedeckt fast den ganzen Hügel bis auf 485 m Höhe, der Anstieg von den umliegenden Straßen ist daher stetig; Wege führen zum Gipfel mit Blick über die Stadt und die Hügel ringsum. Zugang zu Fuß von der Seite Fontgiève und über Straßen an den Hängen.
Der Name des Parks stammt aus dem Okzitanischen: Mont-Jusèu. Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts deuteten ihn als lateinisch Mons-Jovis, „Jupiterberg“, und vermuteten auf dem Gipfel einen Tempel für diesen Gott, doch keine Spur und kein Überrest ist erhalten. Eine Straße am Hang heißt heute rue des fées.
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