Phare de La Caravelle, Leuchtturm in La Trinité, Martinique.
Der Phare de La Caravelle ist ein kleiner quadratischer Turm aus Stein und Bruchsteinmauerwerk, ziegelrot gestrichen und von einer weißen Laterne gekrönt. Er steht auf dem höchsten Gipfel der Halbinsel Caravelle, 162,55 m über dem Meer, und ist damit nach Vallauris der zweithöchste Leuchtturm Frankreichs. Weiße stufenförmige Muster markieren die Ecken des Turms, der von einer weißen Galerie und einer Kuppellaterne bekrönt wird.
Der Leuchtturm wurde zwischen 1860 und 1861 unter der Herrschaft von Napoleon III. erbaut und nahm 1862 seinen Betrieb auf. In den folgenden Jahrzehnten durchlief die Anlage mehrere Modernisierungen ihrer Energiequellen, um den wechselnden technischen Anforderungen der Schifffahrt gerecht zu werden.
Das ziegelrote Mauerwerk des Turms und die weiße Laterne erscheinen 2020 in dem von La Poste herausgegebenen Markenheftchen „Repères de nos côtes“ mit zwölf dauerhaft gültigen Briefmarken. Im ehemaligen Wärterhaus unterhalb des Turms wird deren Leben geschildert: Sie arbeiteten paarweise und waren sechs Tage isoliert, bevor drei Ruhetage folgten.
Besucher erreichen den Leuchtturm zu Fuß über einen Pfad, der durch Vegetation und Felsgelände führt und eine gute körperliche Verfassung erfordert. Die beste Zeit für einen Besuch ist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne nicht direkt auf den freien Klippen scheint und die Sicht zum Meer hin besser ist.
Der Leuchtturm wurde 1970 automatisiert und benötigte danach keine menschlichen Wärter mehr auf dem Gelände. Diese Umwandlung zu ferngesteuertem Betrieb war für Martinique ein wichtiger Schritt in der Modernisierung der maritimen Infrastruktur.
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