Pont de Lézardrieux, Schrägseil-Straßenbrücke in Lézardrieux, Frankreich
Die Pont de Lézardrieux führt die Straße D 786 auf einem Schrägseilüberbau des Systems Gisclard über den Trieux. Ihre Hauptspannweite beträgt 112 m; Stahlseile laufen von zwei Metallpylonen aus, die auf den gemauerten Pfeilern der Hängebrücke von 1840 stehen. Graue Granitblöcke ragen aus dem Wasser, und unter dem Deck rahmen offene Stahlbögen die Zufahrtsrampen.
Marc Seguin erhielt 1836 die Konzession und eröffnete am 10. August 1840 eine Hängebrücke mit gemauerten Pylonen; bis 1866 war sie mautpflichtig. Ferdinand Arnodin erneuerte 1882 bis 1889 den Überbau. Von 1922 bis 1925 baute Gaston Leinekugel Le Cocq sie nach dem Gisclard-System um, mit Meterspur und zwei Fahrspuren; 1950 wurde die Bahnstrecke stillgelegt.
Vor der Brücke überquerte man den Trieux mit der Fähre; die Fährleute und der Ort Pontrieux wehrten sich gegen die 1836 an Marc Seguin erteilte Konzession. Bis zur Stilllegung der Strecke 1950 trug das Bauwerk die Meterspurlinie Paimpol–Tréguier; danach wurden die Gleise entfernt und zwei asphaltierte Fahrspuren sowie ein schmaler Gehweg eingebaut.
Die Brücke trägt die Departementsstraße D786 über den Trieux, der sich mit starker Gezeitenströmung tief eingeschnitten hat; sie verbindet Paimpol und Lézardrieux mit Tréguier und Lannion. Seit der Stilllegung der Eisenbahn 1950 liegen auf dem Deck zwei asphaltierte Fahrspuren und ein schmaler Gehweg, sodass Fußgänger neben dem Verkehr queren. Von der Brücke von 1840 sind die massiven Pylonunterbauten und die gemauerten Bogenrampen erhalten.
Beim Gisclard-System von 1925 sind die Seile in der gegenüberliegenden Brückenhälfte verankert, sodass sie sich kreuzen und in der Mitte knapp über der Fahrbahn einen Knoten bilden. Die alten gemauerten Pylone wurden abgetragen; erhalten blieben nur ihre massiven Unterbauten und die Bogen der Zufahrtsrampen, die später durch Stahlträger ersetzt wurden.
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