Poudrerie nationale de Sevran-Livry, Ehemalige Pulverfabrik in Sevran, Frankreich
Die Poudrerie nationale de Sevran-Livry ist eine ehemalige Pulverfabrik, deren erhaltene Gebäude im Parc forestier de la Poudrerie am Canal de l'Ourcq stehen. Der zentrale Bau, heute Sitz des Musée de la Poudrerie, hat eine hellgrau verputzte Fassade, ein flaches Dach aus grauen Ziegeln und einen Flachdachvorbau auf vier dunklen quadratischen Pfeilern mit der Aufschrift „MUSEE TECHNIQUE DES POUDRES DE L'ARMEMENT — HALL des MACHINES“. Darunter stehen zwei Feldgeschütze mit großen Speichenrädern, an der linken Ecke ein grüner zylindrischer Gegenstand auf einem Rollgestell. Die Werkstätten lagen voneinander entfernt und waren durch Gleise verbunden; im Park sind noch Erdwälle erhalten.
Napoleon III. unterzeichnete am 27. Dezember 1865 das Dekret zur Gründung der kaiserlichen Pulverfabrik; der Bau lief von 1868 bis 1873 und wurde durch den Deutsch-Französischen Krieg unterbrochen. Gustave Maurouard nutzte Dampfkraft und ordnete die Gebäude im Halbkreis 110 Meter vom Antrieb entfernt an. Am 30. Juni 1910 verletzte die Explosion von fast zwei Tonnen Pulver nur einen Menschen leicht, zerstörte aber Fenster in über zwanzig Kilometern Entfernung. 1973 wurde der Standort geschlossen, genau hundert Jahre nach seiner Inbetriebnahme.
Das zentrale Gebäude der ehemaligen Pulverfabrik beherbergt heute das Musée de la Poudrerie de Sevran-Livry, und der Name des Standorts lebt im Parc forestier de la Poudrerie weiter, der die Fabrik ersetzt hat. Zu sehen sind noch die Merlons, künstliche Erdwälle zwischen den Werkstätten, die die Ausbreitung einer versehentlichen Explosion verhindern sollten, sowie vier Teiche, die fast 120 000 Kubikmeter Regenwasser für die Brandbekämpfung sammelten.
Das ehemalige Pulverwerk ist heute der Parc forestier de la Poudrerie, ein 137 Hektar großer, seit 1973 öffentlich zugänglicher Park, den der Canal de l'Ourcq durchquert. Die erhaltenen Gebäude stehen weit auseinander, verbunden durch alte Gleise, und Erdmurden trennen noch die Werkstätten. Das Museum befindet sich im zentralen Gebäude; auch die Mauer der Presse ist erhalten.
Die Gebäude lagen voneinander entfernt und waren durch Eisenbahngleise verbunden, damit sich eine Explosion nicht ausbreiten konnte. Erdhügel, sogenannte Merlons, trennten die Werkstätten, und vier Teiche sammelten fast 120.000 Kubikmeter Regenwasser als Löschreserve. Das zentrale Gebäude beherbergt heute das Museum.
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