Prieuré de Lavoûte-Chilhac, Gotische Abtei in Lavoûte-Chilhac, Frankreich
Das Prieuré de Lavoûte-Chilhac ist ein 1025 gegründetes ehemaliges Benediktinerpriorat, das auf einer hohen steinernen Stützmauer über dem Ufer der Allier steht. Der lange helle Steinbau mit rotem Ziegeldach hat zwei Reihen von je 14 hohen rechteckigen Fenstern mit dunklen Gittern, die leicht in den Stein eingelassen sind. Ein Mittelteil steigt als geschwungener Giebel über einem Tor auf, rechts setzen ein quadratischer Turm und ein niedrigerer Flügel mit Bogenfenster den Bau fort.
Odilon von Mercœur, Abt von Cluny, unterzeichnete die Gründungsurkunde am 14. September 1025, dem Fest der Kreuzerhöhung, auf seinem Heimatboden La Volte; 1045 war der Bau vollendet. 1365 bemächtigte sich eine Truppe von 2000 Routiers des Schlosses Saint-Cirgues der Familie Mercœur, um die Gegend zu plündern; der Prior rief die Familie Polignac zu Hilfe, das Schloss wurde zerstört, und der Abt von Cluny ordnete daraufhin drei Wehrtürme an. Die romanische Kirche wurde zwischen 1460 und 1472 unter den Prioren Barthélémy de la Farge und Jacques de Moussiac im gotischen Stil neu gebaut, wobei ein Teil der Südmauern wiederverwendet wurde.
Die gotische Kirche, zwischen 1460 und 1471 unter den Prioren Barthélémy de la Farge und Jacques de Moussiac neu errichtet, ersetzte einen romanischen Vorgängerbau, dessen Südwände teils wiederverwendet wurden. Erhalten ist der linke Flügel einer romanischen Tür mit der Inschrift „Hic tibi, rex regnum, condidit Odilo templum“. Seit 1496 wird Notre-Dame Trouvée verehrt, eine kleine Marienfigur, die zwei Kinder in einem Kiesel der Allier nahe der Brücke fanden.
Der Ort ist am Fluss gelegen und über die Dorfstraßen leicht zu erreichen, wobei die Uferposition gute Orientierungspunkte bietet. Besucher sollten beachten, dass ein Teil der Gebäude aktive öffentliche Funktionen erfüllt und die Zugänglichkeit je nach Bereich unterschiedlich sein kann.
Die 1496 in einem Kieselstein nahe der Brücke gefundene Figur wird als Notre-Dame Trouvée, „Unsere liebe Frau, die Gefundene“, verehrt. Erhalten ist der linke Flügel einer Tür der romanischen Kirche mit der Inschrift „Hic tibi, rex regnum, condidit Odilo templum“.
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