Puy de la Vache, Schlackenkegelvulkan in Puy-de-Dôme, Frankreich
Der Puy de la Vache ist ein aufgeschlossener Schlackenkegel der Chaîne des Puys, 1167 m hoch und rund 130 m über der Umgebung, mit einem 350 m weiten, nach Südwesten geöffneten Krater. An den Hängen liegen dunkle Asche, Lapilli und Schlacken, nahe dem Gipfel größere Bomben und durch Oxidation gerötete Schlacken. Ein Pfad folgt dem Kamm zum Gipfel.
Der Puy de la Vache und sein Zwilling, der Puy de Lassolas, entstanden vor 8400 Jahren aus derselben Eruptionsspalte und sind damit die jüngsten Vulkane der Chaîne des Puys. Ihr strombolianischer Ausbruch baute zwei Schlackenkegel auf, und die ausfließende Lava durchbrach die Südwestwand des Kraters, daher die nach Süden offene Form. Der gemeinsame Lavastrom, die Cheire d'Aydat, floss fünfzehn Kilometer nach Südosten bis zu den heutigen Orten Saint-Saturnin und Saint-Amant-Tallende.
Der Name „Vache“ (Kuh) soll von der Form des aufgebrochenen Kraters stammen, die Hirten mit einem Kuhhorn verglichen. Die Zwillingskegel La Vache und Lassolas besteigt man von der Maison du Parc bei Aydat aus; am Rand stehen rot oxidierte Schlacken, entstanden durch Hitze und Fumarolendampf, im Kontrast zu den schwarzen Lapilli am Fuß.
Die Wanderung beginnt an der Maison du Parc des Volcans d'Auvergne bei Aydat und führt an den Fuß des Puy de la Vache wie seines Nachbarn Puy de Lassolas. Den Kraterrand erreicht man zu Fuß; die Südwestwand ist dort durchbrochen, wo die Lava austrat. Ein ehemaliger Steinbruch in einem Nebenkrater am Fuß des Puy de la Vache wurde bis 1980 betrieben.
Der gemeinsame Lavastrom, die Cheire d'Aydat, floss fünfzehn Kilometer nach Südosten und staute Täler auf, wodurch der Lac de la Cassière im Norden und der Lac d'Aydat im Süden entstanden. Auf den Rücken des Stroms gefallene Schlacken machten dessen Oberfläche unwegsam. Am Ort sind noch seltene Phänokristalle zu finden.
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