Rock of Solutré, Kalksteinfelsen im Mâconnais, Frankreich
Der Felsen von Solutré ist ein Kalksteinfelsen im Mâconnais, dem Weinbaugebiet südlich von Mâcon im Département Saône-et-Loire. Seine Westseite fällt nahezu senkrecht ab, während die Ostflanke flacher zum Fuß des Hügels abfällt, wo sich Weinberge und ein Vorgeschichtsmuseum befinden.
Dieser Ort war vor etwa 55.000 Jahren ein Jagdplatz, an dem Menschen über viele Jahrtausende hinweg Tiere jagten und Feuersteinwerkzeuge hinterließen. Systematische Ausgrabungen begannen 1866 und legten eine der reichhaltigsten prähistorischen Fundstätten Westeuropas frei.
Die Solutréen-Kultur verdankt ihren Namen diesem Ort, an dem Gabriel de Mortillet den Begriff 1872 nach den Feuersteinfunden am Fuß des Felsens prägte. Kennzeichnend sind Feuersteinklingen in Form von Lorbeerblättern; die Fundstelle wurde zwischen 35.000 und 10.000 v. Chr. von vier paläolithischen Kulturen genutzt. Der Felsen gab auch dem Dorf Solutré-Pouilly seinen Namen, und an den umliegenden Hängen wächst der Pouilly-Fuissé.
Der markierte Weg wurde in den 1990er-Jahren verlegt, um die Kalkmagerrasen zu schützen und die Abnutzung der Hänge zu bremsen; der alte Parkplatz wich einer neuen, landschaftlich eingebundenen Anlage. Das Musée de la Préhistoire, eine bepflanzte Kuppel nach Plänen von Guy Clapot, 1987 eingeweiht, liegt am Fuß des Felsens und nicht auf dem Gipfel und zeigt die Funde der Ausgrabungen an ihrem Fundort.
Entgegen einer lange verbreiteten Vorstellung wurden hier keine Pferde über die Klippe getrieben, um sie zu töten. Die geborgenen Tierknochen stammen von Tieren, die über Jahrhunderte an diesem natürlichen Engpass gejagt wurden, ohne dass ein Massenabsturz stattfand.
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