Sienne, Fluss in der Normandie, Frankreich
Die Sienne ist ein kleiner Fluss in der Normandie, Frankreich, der im Wald von Saint-Sever im Calvados entspringt und nach rund 76 Kilometern in die Bucht von Regnéville-sur-Mer mündet. Auf seinem Weg in Richtung Nordwesten fließt er durch mehrere Dörfer und an Orten wie Villedieu-les-Poêles und Gavray vorbei.
Bereits im Mittelalter ist der Fluss in Schriften unter verschiedenen lateinischen Namen erwähnt, was auf eine lange Besiedlung seiner Ufer hindeutet. Klöster wie die Abtei von Hambye, die seit dem 12. Jahrhundert an seinen Ufern steht, zeugen davon, wie früh Menschen diesen Fluss für ihr Leben nutzten.
Der Name Sienne ist sehr alt und taucht in mittelalterlichen Schriften in verschiedenen Formen auf. Nach manchen Forschern könnte er vom gallischen Wort für 'ehrwürdig' oder 'heilig' stammen, was auf eine frühere Bedeutung des Flusses hindeutet.
Entlang der Sienne gibt es Fußwege, auf denen man dem Flusslauf durch Felder, Wälder und vorbei an alten Steinbrücken folgen kann. Der Bereich nahe der Mündung kann bei Flut schwer zugänglich sein, daher lohnt es sich, die Gezeiten im Blick zu behalten.
Die Mündung der Sienne ist eines der wenigen Gebiete in der Normandie, wo die Meergans, die jedes Jahr aus Grönland oder Island anreist, regelmäßig überwintert. Bei Ebbe weiden auf den durchnässten Salzwiesen rund um die Bucht oft Schafe, was dem Ort ein ganz eigenes Bild gibt.
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