Tintignac, Gallo-römischer Archäologiekomplex in Naves, Frankreich.
Tintignac ist ein archäologischer Komplex mit bedeutenden römischen Strukturen, darunter ein Tempel mit doppeltem Heiligtum und ein Theater, das zwischen zwei Hügeln auf etwa 500 Metern Höhe liegt. Die Ausgrabungen haben zahlreiche Schichten aus verschiedenen Zeiten freigelegt, die die wechselvolle Geschichte des Ortes zeigen.
Der Ort begann als keltisches Heiligtum und wurde später zu einem gallo-römischen Komplexstadt, der seine Blütezeit im 3. Jahrhundert erreichte. Ende des 4. Jahrhunderts wurde die Stätte zerstört, vermutlich durch Feuer, was das Ende dieser Nutzungsphase markierte.
Die Funde zeigen die religiösen Praktiken der Lemovices, einem keltischen Volk, das diesen Ort verehrte. Die Gegenstände sprechen von den Überzeugungen und dem Alltag dieser frühen Bewohner, die hier ihre Götter verehrten.
Das Gelände ist von Juni bis September für Besichtigungen zugänglich und liegt nur etwa 250 Meter von der Autobahnausfahrt A89 entfernt. Es wird empfohlen, die Führungen der Tintignac-Vereinigung zu nutzen, um die Strukturen und Funde richtig verstehen zu können.
Die Ausgrabungen brachten 2004 eine beeindruckende Sammlung von Bronzegegenständen ans Licht, darunter einen helm in Form eines Vogels. Diese seltenen Funde aus dem 4. bis 2. Jahrhundert v. Chr. gehören zu den wichtigsten keltischen Metallarbeiten, die in dieser Region gefunden wurden.
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