Angeac-Charente bonebed, paläontologische Fundstätte in Angeac-Charente, Frankreich
Angeac-Charente ist ein Ausgrabungsplatz in Westfrankreich, an dem Forscher Knochen von Dinosauriern, Schildkröten, Krokodilen, Fischen, Flugsauriern und Amphibien freilegen. Die Überreste stammen aus der frühen Kreidezeit und liegen auf einer Fläche verteilt, auf der Paläontologen systematisch graben.
Der Fundplatz wurde 2008 während der Kiesgewinnung entdeckt und enthält die Überreste eines 140 Millionen Jahre alten Ökosystems. Die kontinuierliche Forschung hat gezeigt, dass dieses Gebiet einst unter Wasser lag und beherbergte eine vielfältige Tierwelt.
Die Fundstätte trägt den Namen der Gemeinde Angeac-Charente, in deren Kiesgruben der Firma Audoin die Fossilien freigelegt wurden. Seit 2010 finden die Grabungen jeden Sommer unter der Leitung von Ronan Allain vom Muséum national d'histoire naturelle und Jean-François Tournepiche vom Museum von Angoulême statt. 2017 zeigte dieses Museum die Ausstellung „Dinosaures, les géants du vignoble“, die anschließend nach La Rochelle und Laval wanderte.
Der Ort ist nur während der Ausgrabungszeit zugänglich, die normalerweise im Sommer stattfindet, wenn Führungen angeboten werden. Besucher sollten sich vorab erkundigen, wann genau die Grabungen stattfinden, da dies jährlich variiert.
Der Fund von 2008 war ein Sauropoden-Wirbel, viermal größer als der eines Mammuts. Der Grubenarbeiter Jean-Pierre Paillot hob ihn mit einem Bagger aus einem überfluteten Becken, hielt ihn für einen fossilen Elefanten und zeigte ihn dem Museum von Angoulême, wo Didier Néraudeau ihn als Dinosaurier-Wirbel erkannte.
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