Villa de Saint-Pierre de Vence, Römische Villa und archäologische Stätte in Eyguières, Frankreich.
Die Villa de Saint-Pierre de Vence ist eine römische Siedlung in Eyguières mit erhaltenen Fundamenten und Mauerresten aus der Antike. Die Ausgrabungen zeigen Wohnbereiche neben Speichern und Produktionsflächen für landwirtschaftliche Tätigkeiten.
Die Anlage entstand in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt als landwirtschaftliches Anwesen im römischen Gallien. Später verschwand die Nutzung, bis Archäologen im 20. Jahrhundert die Überreste wieder freilegten.
Die Stätte liegt beim Weiler Saint-Pierre de Vence, dessen Kapelle der Villa den Namen gab; um das Jahr 1000 wurde der Ort aufgegeben, die Bewohner zogen sich auf das Schloss Roquemartine zurück. Die ab 1899 von den Brüdern Perret begonnenen Grabungen förderten Alltagsgegenstände von der Eisenzeit bis in merowingische Zeit zutage.
Der Zugang erfolgt zu Fuß: Vom Tal der Glauges führt ein Feldweg am Massiv des Mont Menu entlang, oder man nimmt von Roquemartine die D25 und biegt bei der Kapelle Saint-Pierre de Vence ab. Die Fundstelle liegt auf einer weiten ebenen Fläche auf 139 m Höhe, mit niedrigen Mauern aus rohen Steinen und Schutt am Boden; festes Schuhwerk ist ratsam.
Der älteste Fund ist ein geradliniger, 8 Meter langer in den Untergrund gegrabener Graben mit Material aus der Zeit 75–50 v. Chr.; er könnte einen heiligen Bereich umgrenzt haben, der mit einer Nekropole etwa 100 Meter westlich verbunden war. Zwischen Villa und Nekropole wurde eine unbeschriftete Stele aus dem Stein von Les Baux gefunden.
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