Tombe du Dragon, Skulpturales Monument auf dem Friedhof Père Lachaise, Frankreich
Die Tombe du Dragon ist eine hohe, rechteckige Stele aus hellem, verwittertem Graustein in Abteilung 29 des Friedhofs Père Lachaise, geschaffen vom Architekten Étienne-Hippolyte Godde. Oben sitzt ein rundes Reliefmedaillon von Antoine de Guillaume-Lagrange über einer drapierten Fahne; die Inschriften beginnen mit „STA VIATOR, HEROEM VIDES“ und „Hommage“. Am linken Rand läuft ein Säbel mit Quaste herab, am rechten ein langes Gewehr; unten liegt ein gemeißelter Kranz, daneben eine verschleierte kniende Frau an einer Urne.
Antoine de Guillaume-Lagrange, 25-jähriger Unteroffizier im 16. Dragonerregiment, fiel am 4. Februar 1807 in Polen. Am 16. Dezember 1808 erhielt seine Mutter das Recht, auf einer ewigen Grabstelle ein Kenotaph zu errichten; es entstand um 1809 und wird bereits 1817 erwähnt. In der Restauration diente es Bonapartisten als Treffpunkt, weshalb die Behörden die umliegenden Wege verlegten. Am 14. November 1983 wurde es als Monument historique eingestuft.
Der Hain um die Stele trägt seit mindestens 1836 den Namen „bosquet du Dragon“. Während der Restauration versammelten sich Bonapartisten am Grab dieses jungen Reiters; um dem ein Ende zu setzen, ließen die Behörden die umliegenden Wege ändern und bebauen.
Das Denkmal befindet sich in Sektion 29 des Friedhofs und lässt sich am einfachsten während der regulären Besuchszeiten besuchen. Gute Schuhe sind empfehlenswert, da der Friedhof hügelig ist und viele Besucher den Ort zu Fuß erkunden.
Die lateinische Grabinschrift beginnt mit „STA VIATOR, HEROEM VIDES“ (Halt an, Wanderer, du siehst einen Helden), einer direkten Ansprache an Vorübergehende. Die Rückseite überliefert seine letzten Worte auf dem Schlachtfeld: „Ma mère ! ma pauvre mère !“ Die Stele schuf Étienne-Hippolyte Godde, der Architekt des Haupttors des Friedhofs.
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